Physik statt Chemie

Das meiste, das wir heute als angenehm und selbstverständlich empfinden, war vor nicht allzu langer Zeit utopisch. Sprechende Kästchen, singende "Streichholzschachteln", Unterhaltung mit Freunden aus "Irgendwo" via Netz, Autos, die Kurven erkennen und selbstständig lenken, Geräte, die in der Lage sind ein Foto von deinem Inneren anzufertigen, obwohl diese nicht fotografieren oder röntgen, sondern quantenphysikalische Phänomene nutzen und vieles andere mehr. Warum bloß ist das möglich? 1921 hat ein genialer, schnauzbärtiger Mann für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts den Nobelpreis erhalten. Seitdem haben sich Entwicklungen, die auf diesen Effekt basieren bereits selbst überholt. Dieses physikalische Prinzip sollte nicht auf das beschränkt bleiben, was wir kennen, was uns vertraut ist, sondern darf auch auf die biologische bzw. mikrobiologische Welt ausgedehnt und angewandt werden. Es wird sich nicht verhindern lassen, dass die Dominanz biochemischer Methoden von physikalischen Methoden genial ergänzt bzw. abgelöst werden wird. Was genau hindert uns daran zu akzeptieren, dass die Möglichkeiten der Physik viel weiter reichen als wir sie nutzen. Dürfen wir noch einmal 100 Jahre warten, bis wir erkennen, was möglich ist oder hilft uns Corona es früher zu begreifen und zu fordern?


Video by iStock©